Die Modelle der beiden japanischen Hersteller Suzuki und Kawasaki befinden sich in dieser Kategorie an der Spitze der Zulassungszahlen und dürfen sich über zunehmende Beliebtheit unter Motorradkennern freuen, also heute hier im Vergleich. Die 650er Bikes gelten schon lange nicht mehr als Motorräder für Einsteiger. Die Naked Bikes zeichnen sich durch eine feurige Leistungsentfaltung und eine Leistung mit mehr als 70 PS aus.

Die Kawasaki ER-6n – Ein schickes Naked bike mit hohen Drehzahlen

Dank der hohen Schwungmasse der ER läuft das Naked Bike von Kawasaki bereits im unteren Drehzahlbereich sehr rund. Der Motor dreht gleichmäßig, allerdings unten herum ein wenig träger als die Suzuki. Das Naked Bike bringt laut Hersteller eine Leistung von 72 PS auf die Straße. Auf dem Prüfstand entwickelt der Motor allerdings lediglich 64 PS. Ein wenig enttäuschend, wenn man bedenkt, dass „Kawah“ auf Arabisch „Kraft“ heißt. Dadurch erreicht die Kawasaki in keiner Lebenslage die Power der Suzuki. Allerdings mildert das den Fahrspaß der Maschine überhaupt nicht.

Kawasaki ER 6nDer kurzhubige Zweizylinder Motor besitzt eine kürzere Gesamtübersetzung und fährt sogar die besseren Durchzugswerte ein. Die ausgewogene Aerodynamik der ER ermöglicht Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h Marke. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass der Tacho etwas schneller arbeitet als die tatsächliche Geschwindigkeit ist. Besonders im Bereich um die 7.000 Umdrehungen wird der kompakte Motor der ER lebendig.

Allerdings fehlt dem Motor der emotionale Kick, der das spürbare Signal gibt, dass der Motor sich wohl fühlt und im optimalen Bereich läuft. Die optisch ansprechende Gestaltung der Front bietet einen erstaunlich guten Windschutz auch bei hohen Geschwindigkeiten. Ein nettes Extra ist der niedrige Spritverbrauf des Twin-Motors. Auch auf schnell gefahrenen Autobahn-Etappen verbraucht die ER lediglich rund 5 Liter Normalbenzin auf 100 Kilometern. Ein sparsamer Motor ist bei dem sehr kleinen Tank mit einem Fassungsvermögen von nur 15,5 Litern auch Pflichtprogramm.

Bei der japanischen Kawasaki steht die Einspritztechnik in voller Blüte. Der Reihen-Zweizylinder Motor glänzt durch Doppeldrosselklappen, G-Kat und sehr gute Schadstoffwerte. Die Kawasaki ER-6n besitzt im Gegensatz zur Suzuki einen einstellbaren Kupplungshebel. Der Bremshebel ist bei beiden Modellen in der Weite justierbar. Ein klarer Vorteil der Suzuki gegenüber der Kawasaki ist der schlechte Sitz auf dem der ER. Der Fahrer hockt in diesem Naked Bike eher im als auf dem Bike. Er fühlt sich inaktiv aufgehoben. Des Weiteren zeichnet sich der Lenker durch eine eigenartige Kröpfung auf. Dadurch müssen die Hände die Griffe verdreht packen, was sich auf die Dauer unangenehm anfühlt.

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Die Suzuki SV 650 – Der Klassiker in neuem Design

Die Suzuki besitzt klare Wiedererkennungsmerkmale im Design. Der Rundscheinwerfer ziert schon seit Generationen die Front der Motorräder dieser Klasse. Die SV 650 überzeugt nicht durch ausgefallenes Design sondern durch Funktion. Die Gestaltung der Form folgt eindeutig der Funktion.Suzuki SV650

Der V-Zwei Motor hängt zweckdienlich im Rahmen des Naked Bikes, mit allen Schläuchen und Kabeln erkennbar. Das wird nicht jedem gefallen. Die Emotionen werden aber spätestens beim Starten des Motors geweckt. Selbst im Stand überzeugt der waschechte V-Zwei durch einen aufdringlichen blubbernden Motorenlauf. Der Sound ist deutlich satter und voluminöser als der des Reihen-Zweizylinders der Kawasaki. Der Motor reagiert sehr feinfühlig auch im niedrigen Drehzahlbereich auf sanfte Gasbefehle, läuft sehr ruhig und lastwechselt wenig.

Bei einem kraftvollen Start zeigt sich das ruppige Temperament der Suzuki. Der Gute-Laune-Antrieb macht auf Anhieb Spaß. Auch, wenn der SV im Bereich des Leistungsmaximums von 11.500 Touren die Puste ausgeht, ist der Motor deutlich stärker und angenehmer als der Antrieb der Kawasaki ER-6n. Ein dickes Plus der Suzuki ist auch die Ergonomie. Das Platzangebot ist ausgewogen, die Sitzposition wesentlich großzügiger und aktiver als auf der Kawasaki. Sogar der Spritverbrauch wird unterboten: Die Suzuki SV 650 benötigt lediglich 3,5 Liter auf 100 Kilometern und verdient somit Szenenapplaus.

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