Kawasaki ZX 10 R

Die ZX 10 R von KawasakiKawasaki steht heute als Synonym für dynamische Motorräder. Dabei begann die Firma im Jahre 1878 in Japan als Schiffswerft und konstruierte später die erste Dampflok im Land des Lächelns. Ein Schiff oder gar eine Dampflok zu sein – davon ist die Kawasaki ZX 10 R weit entfernt.

Das Superbike ist ein Modell der berühmten Ninja-Reihe von Kawasaki und fährt Rennen der Superbike-Weltmeisterschaften. Sie wird seit dem Jahr 2004 produziert. In den Jahren 2006 und 2008 wurden zahlreiche Features erneuert und überarbeitet.

Die Eigenschaften und Ausstattung der Kawasaki ZX 10 R

Die Kawasaki ZX 10 R wird sowohl in Rennen als auf der Straße gefahren. Der flüssigkeitsgekühlte Viertakt-Reihenvierzylinder zeigt sich in erster Linie auf Sportlichkeit ausgelegt. Die Leistungsentwicklung erfolgt bis in höchste Drehzahlen linear. Ab dem Jahr 2013 wird die Kawasaki ZX 10 R serienmäßig mit einem elektronischen Doppelkammer-Lenkungsdämpfer ausgestattet.

Die maximale Leistung liegt bei 147,1 kw (200,1 PS) bei 13.000 U/min. Weitere Ausstattungseigenschaften sind ein Sechsganggetriebe, eine digitale Zündung und eine Mehrscheiben-Nasskupplung. Vorne befindet sich eine Doppelscheibenbremse, während hinten mit einer Einzelscheibenbremse gebremst wird.

Die Vorteile der Kawasaki ZX 10 R

Die ursprüngliche Ausrichtung der Maschine auf Rennen bedingt ihre dynamische Kompetenz. Damit die ZX 10 R auch anderen Ansprüchen gerecht werden kann, ist der Supersportler mit drei Power-Modi ausgestattet. Diese werden mit Full, Middle und Low bezeichnet. Der Low-Modus reduziert die Leistung etwa auf 60 Prozent des Full-Modus. Im Middle-Modus variiert die Leistung je nach Drosselklappenstellung und Drehzahl. Auf diese Weise findet jeder Fahrertyp Zugang zu der Maschine.

Bei Kawasaki war ABS gestern und ist KIBS heute. KIBS steht für Kawasaki Intelligent anti-lock Brake System und nutzt neben den Sensoren am Vorder- und Hinterrad zusätzlich den Druck an den vorderen Bremszangen und verschiedene Daten des Motor-Steuergerätes. Damit erreicht Kawasaki für die Sicherheit am Bremssystem ein höheres und genaueres Datenvolumen und kann so effizienter steuern.

Positiv fällt auch der elektronische Lenkungsdämpfer auf, der das Dämpfungsverhalten entsprechend der gefahrenen Geschwindigkeit ausrichtet. Ein weiterer Pluspunkt ist das Doppelrahmenprofil. Es verfolgt eine sehr direkte Linie vom Lenkkopfrohr zum Schwingenlager; auf diese Weise lässt sich die Maschine sehr gut beherrschen.

Sehr übersichtlich und gut lesbar sind die Instrumente bei der Kawasaki ZX 10 R. So zum Beispiel der Drehzahlbalkenmesser, der mit LED Hintergrundbeleuchtung angezeigt wird.Schwerpunkt und Konstruktion ermöglichen zudem eine sehr stabile Kurvenlage, die keine Wünsche offen lässt.

Die Nachteile der Kawasaki ZX 10 R

Häufig sind einige der Vorteile zugleich – als Kehrseite der Medaille – auch für den einen oder den anderen Nachteil verantwortlich. Die betonte Auslegung der Kawasaki ZX 10 R auf den sportlichen Bereich führt zwangsläufig zur Vernachlässigung für den Straßenbereich.

Dies ist bei der Ninja nicht der Fall. Allerdings lassen sich nicht alle ihre Features auf der Straße nutzen – oder mit anderen Worten: Die Kawasaki ZX 10 R verlangt förmlich nach einer sportlichen Herausforderung.

Das Bikinger Fazit:

Wer sich einen Windhund anschafft, muss sich bewusst sein, dass dieser Auslauf haben muss. Nicht anders ergeht es dem Fahrer einer Kawasaki ZX 10 R. Dieses Motorrad fordert den Vergleich auf der Rennstrecke und entfaltet erst dort ihre volle Leistung. Dafür muss der Käufer allerdings auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Im Gegenzug erhält er einen sehr dynamischen Supersportler.

 

  • Design 90%
  • Technik 85%
  • Bikinger Faktor 87%
  • Gesamtwertung 87%

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