Startschwierigkeiten passieren, mit einem „Hilfe, mein Motorrad springt nicht an!“ bist Du nicht alleine. Es gibt kaum etwas Lästigeres: Du stapfst in kompletter Montur zu Deinem Zweirad, voller Vorfreude auf die Ausfahrt, betätigst den Starter und dann springt die Mühle einfach nicht an. Bevor Du jetzt in Panik den Abschleppdienst rufst oder gar Dein Motorrad selbst in die Werkstatt schiebst, hilft Dir dieser Artikel bei der startschwierigkeiten-alleine-beseitigenSelbsthilfe.

Welche Ursache haben Startschwierigkeiten?

Nicht jeder fehlgeschlagene Startversuch ist ein Grund, hysterisch im Kreis zu laufen. Oft ist die Ursache schnell behoben und dem Fahrspaß steht nichts mehr im Weg. Folgende Überprüfungen können auch Techniklaien problemlos durchführen. Wenn nicht, solltest du dir das Motorradfahren vielleicht noch mal überlegen.

Ein Blick in den Tank (bitte nicht mit dem Streichholz!) verrät Dir oft so einiges. Nämlich dass eventuell zu wenig Kraftstoff verfügbar ist. Vielleicht hast du die Tankanzeige konsequent ignoriert, oder selbige ist defekt. Nichtsdestotrotz: Abhilfe ist hier schnell geschaffen, in Form eines vollen Benzinkanisters. Auch verunreinigtes oder altes Benzin sollte dem Motor möglichst fern bleiben. Ablagerungen setzen die Leitungen zu, Startschwierigkeiten sind die Folge.

Klingt banal, aber mit ausgeklapptem Seitenständer loszufahren kann ganz schnell ungesund enden. Deswegen springt auch der Motor nicht an, wenn Du Dein Motorrad bei der letzten Ausfahrt mit eingelegtem Gang abgestellt hast. Beim Blick auf die Armaturen sollte Dir deswegen ein hübsches, grünes „N“ entgegen leuchten, ansonsten ist jegliche Mühe umsonst. Oder Du klappst den Ständer hoch – Deine Entscheidung.

Eine weitere Ursache, die noch banaler klingt, kann der „Not-Aus“-Schalter sein.Aber der kleine rote Schalter ist schnell mal versehentlich umgelegt. Und da er im besten Fall genau das tut, wofür er konzipiert wurde, springt der Motor einfach nicht an.

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Besonders nach langen Stehzeiten ist die Batterie gerne eine Ursache für Startschwierigkeiten. Hier gilt es zu checken, ob andere Stromverbraucher funktionieren, z. B. die Beleuchtung. Bleibt alles zappenduster, startschwierigkeiten-wegen-benzinmangelist die Batterie leer. Abhilfe schafft hier ein freundlicher Mitmensch mit Starterkabel. Danach muss die Batterie ordentlich aufgeladen werden, sprich: Fahre nicht unbedingt eine Kurzstrecke. Tritt das Problem wieder auf, sollte die Batterie getauscht werden.

Diagnose der Startschwierigkeiten für Fortgeschrittene

Leider kann das Problem auch an anderer Stelle liegen. Im Folgenden findest Du die gängigsten Ursachen. Solltest Du zwei linke Hände oder keine blasse Ahnung von Motorradtechnik haben, wäre es jetzt an der Zeit für Hilfe. Ob Du Dir die Überprüfung bzw. die Reparatur zutraust, musst Du selbst entscheiden.

Grundsätzlich funktioniert ein Verbrennungsmotor nach einem ziemlich einfachen Prinzip. Der korrekte Kraftstoff wird mit Luft vermischt, verdichtet und dann entzündet. Die entstehenden Abgase müssen rasch und vollständig ausgeleitet werden, da sonst der Verbrennungskreislauf behindert wird. Somit entstehen vier Hauptfehlerquellen für Startprobleme.

Zum einen mit der Kraftstoffzuleitung: Ist der richtige Kraftstoff in ausreichender Menge vorhanden, kann ein Unterdruck im Tank das Problem sein. Zur Überprüfung versuchst Du, den Motor mit geöffnetem Tankdeckel zu starten. Bei erfolgreichem Anspringen sollte die Tankentlüftung gereinigt werden.

startschwierigkeiten-und-ursachenWichtig ist auch ausreichende Luftzufuhr: Ein verstopfter oder verunreinigter Luftfilter lässt nicht mehr genügend Sauerstoff durch, um eine ordentliche Verbrennung einzuleiten. Bei der Reinigung prüfst Du am besten gleichzeitig, ob auch der Luftschlauch korrekt montiert und durchgängig ist.

Oder die Zündquelle: Alle Arbeiten an der Zündung sind heikel, da hier im wahrsten Sinn des Wortes Hochspannung herrscht. Zunächst führst Du eine Funkenprüfung durch. Ist ein Zündfunke sichtbar, liegt das Problem wahrscheinlich woanders. Dazu ist es allerdings notwendig, die Zündkerze auszubauen. Etwas Erfahrung in diesem Bereich ist sicherlich von Vorteil. Es gibt im Netz einige Anleitungen und Tutorials, es ist aber auch keine Schande, bei begründetem Verdacht eine Werkstatt aufzusuchen.

Als letzte Ursache gibt es noch die Verdichtung: Hier stoßen die meisten Hobbyschrauber schnell an ihre Grenzen. Sind alle anderen Verdächtigen bereits ausgeschlossen, bleibt meist nur mehr der Weg in die Fachwerkstatt.

Fazit

Die Ursache für Startschwierigkeiten bei Deinem Motorrad kann einen herrlich einfachen Grund haben, den Du selbst ohne Probleme beseitigen kannst.

Mit etwas Pech jedoch steckt ein größeres Problem hinter Deinen Startschwierigkeiten. Hier schadet der Gang zum Profi nicht, auch gilt die Devise: Lieber einmal zu viel Hilfe suchen, als ein Risiko eingehen.

 

 

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