7 Tipps Start - beitragEs ist soweit: Endlich hältst du deinen Motorradführerschein in den Händen und möchtest im nächsten Frühjahr durchstarten.
Damit der Start gelingt und du unfallfrei und mit viel Spaß durch die Saison kommst, haben wir für dich hilfreiche Tipps zusammengetragen.

1. Die Wahl des richtigen Motorrads

Wenn du noch keine Maschine hast, ist der erste Schritt der Kauf eines passenden Motorrads. Ein guter Kaufzeitpunkt ist vor der Saison, also im Winter, weil da die Nachfrage nicht so groß ist. Außerdem steigen viele Motorradfahrer im Frühjahr auf die neuesten Modelle um und verkaufen die Vorjahresmodelle.

Für welches Modell du dich entscheidest, ist natürlich eine Frage der persönlichen Vorlieben. Aber auch wenn es dir in den Fingern juckt und der Wunsch nach einem richtig heißen Ofen groß ist: Aus Sicht der Vernunft sollten Fahranfänger keine Extremvarianten wie grobstollige Offroad-Enduros oder leistungsstarke Supersportler kaufen, sondern sich für gemäßigtere Varianten wie Reise-Enduros oder Sporttourer entscheiden. Denn diese eignen sich deutlich besser für Einsteiger.

Auf jeden Fall gilt: keine Impulskäufe! Informiere dich vor dem Kauf sorgfältig über die Vor- und Nachteile sowie Stärken und Schwächen deines Wunschmodells. Herbst und Winter kannst du nutzen, um dir in Ruhe mehrere Angebote anzusehen. Auf Probefahrten bei Schnee und Eis solltest du aber verzichten.

2. Lerne dein Motorrad kennen

7 Tipps Start - skeptischWährend die 45 PS eines Opel Corsas schon bei leichten Steigungen an ihre Grenzen geraten, garantiert ein Motorradmotor mit gleicher PS-Zahl jede Menge Fahrspaß und ordentliche Beschleunigung – sogar auf Serpentinenstraßen in den Alpen. Aber gerade die unterschätzte Leistung von Motorrädern kann bei Anfängern zu Unfällen führen.

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Ein zweiter Risikofaktor: Selbstüberschätzung. Deshalb ist es wichtig, dass du dich langsam mit deinem Motorrad vertraut machst. Bremsverhalten, Lage des Schwerpunktes, Handling und Beschleunigung kannst du ausführlich auf einem leeren Parkplatz testen — natürlich unter Einhaltung der Straßenverkehrsordnung. Eine weitere Möglichkeit sind ADAC-Fahrtrainings.

3. Fahren mit Sozius

Das Fahren mit Sozius lernt man meist nicht in der Fahrschule. Du solltest es aber zu Beginn deiner Biker-Karriere in Ruhe trainieren. Denn das Motorrad verhält sich mit Beifahrer ganz anders als bei einer Fahrt alleine. Außerdem musst du den Beifahrer darauf hinweisen, dass er sich mit dir in die Kurven legen muss und sich idealerweise an dir, und nicht hinten an der Maschine festhält.

4. Die richtige Schutzkleidung

Im Gegensatz zum Auto hat dein Motorrad keine Knautschzone. Nur deine Schutzkleidung schützt dich bei einem Unfall. Keinesfalls sollte die Schutzkleidung nur aus Helm und Handschuhen bestehen. Bist du ohne Motorradhose und -jacke unterwegs ist, riskierst du schlimmste Verletzungen.

Wer einmal hundert Kilometer Autobahn bei eigentlich angenehmen 19° C Außentemperatur gefahren ist, weiß wie schnell der Körper durch den Fahrtwind auskühlt. Anderseits kann eine Lederkombi während eines Autobahnstaus auf der Fahrt in den Sommerurlaub zum Hitzekollaps führen. Für beides gibt es nur eine Lösung: vernünftige Motorradklamotten. Und nein, auch fünf Baumwollpullover schützen nicht vor dem Fahrtwind. Du solltest deshalb von Anfang an ausreichend Budget für Kleidung einplanen und dich in einem Fachgeschäft (z. B. Louis.de, Polo-Motorrad.de) beraten lassen.

5. Niemals ohne Regenkombi!

7 Tipps Start - ausrüstungDer einzige wirkliche Schutz vor Regen ist eine separate Regenkombi, die idealerweise aus einem Stück besteht und sich dank Knöpfen oder Reißverschluss an den Seiten auch über die Motorradstiefel ziehen lässt. Zum Umziehen gibt es nur einen richtigen Zeitpunkt: sobald die ersten Regentropfen fallen. Wer zu lange wartet, riskiert den Rest der Tour mit nassen, immer weiter auskühlenden und nicht mehr trocknen wollenden Klamotten fahren zu müssen. Denn die Feuchtigkeit sammelt sich unter den Regenklamotten und dringt in die Kleidung ein. Die Regenkombi bewahrst du am besten gut zugänglich auf, zum Beispiel im Tankrucksack.

6. Gut geplant ist gut gefahren

Wenn du eine längere Tour machen möchtest, solltest du sie im Vorfeld planen. Ein gutes Hilfsmittel sind spezielle Motorradkarten, die interessante Strecken hervorheben und dich über eventuelle Streckenverbote für Motorradfahrer informieren. Bei Touren von mehreren hundert Kilometern musst du unbedingt ausreichend lange Pausen einplanen — eventuell auch Übernachtungen.

7. Die Technik

Vor allem für handwerklich begabte Käufer von älteren Motorrädern interessant: Mit Reparaturhandbüchern kannst du nicht nur viel Geld sparen, sondern dein Motorrad auch mit wenig Aufwand fachgerecht pflegen und warten.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Start in dein Motorradleben!

 

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